Dez 03

Ganymed sichert sich 45 Millionen Euro

Ganymed sichert sich 45 Millionen Euro

 

In einer neuen Finanzierungsrunde hat die Mainzer Ganymed Pharmaceuticals AG 45 Millionen Euro eingeworben.

 

Der Großteil des Geldes stammt vom Hauptaktionär ATS Beteiligungsverwaltung GmbH, hinter dem Andreas und Thomas Strüngmann stehen. Weitere Geldgeber sind die MIG-Fonds sowie die FCPB Gany GmbH. Insgesamt hat sich der Antikörper-Spezialist damit in den vergangenen fünf Jahren mehr als 100 Millionen Euro gesichert.

Die Mainzer Ganymed AG will das eingeworbene Geld in die eigene Forschung investieren. So soll eine Phase II-Studie mit dem derzeitigen Haupt-Entwicklungskandidaten, dem Antikörper IMAB362 gegen Magen- und Speiseröhrenkrebs, vervollständigt und eine Phase III-Studie vorbereitet werden. Der Antikörper bindet spezifisch an das Protein Claudin 18.2, welches in vielen soliden Tumoren überexprimiert wird.  Zudem soll ein therapiebegleitendes Diagnostikum klinisch validiert werden, welches eine Vorhersage des Behandlungserfolges ermöglichen könnte. Das klinische Entwicklungsprogramm für Ganymeds zweiten Antikörper, IMAB027 gegen Eierstockkrebs, soll in einer klinischen Phase I/II getestet werden.

„Wir sind sehr zufrieden mit dem Fortschritt des Ganymed-Teams in den vergangenen drei Jahren“, sagte Thomas Strüngmann. In allen klinischen Studien habe der Antikörper IMAB362 bisher vielversprechende Daten geliefert. Gegründet wurde Ganymed im Jahr 2001 als Spin-off der Universitäten Mainz und Zürich. Zu den Gründern gehören Özlem Türeci  und Ugur Sahin. Die von Ganymed entwickelten „idealen Antikörper“ (IMAB) zeigen eine spezifische Wirkung gegen Antigene, die nur auf Tumoren präsent sind. Dadurch sollen sie nicht an gesunde Zellen binden und weniger Nebenwirkungen entfalten.

Beteiligt ist der MIG Fonds  3, 5, 6, 12 und 13

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

Informationen anfordern